Grundschule
Geschichtliches
Im deutschen Schulsystem beginnt die Schullaufbahn für alle Kinder zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr in der Grundschule. Schon in der Weimarer Republik wurde im Jahr 1920 die Grundschule (damals Volksschule) als vierjährige Einheitsschule eingeführt. Ende der 60er Jahre entwickelte sich dann die Grundschule aus der Volksschule heraus. Da das Bildungssystem in der Bundesrepublik den Ländern unterliegt und nicht dem Staat variieren das Einschulalter und die Bildungspläne zwischen den Bundesländern.
Einschulung
Die meisten Kinder werden im Alter von sechs Jahren eingeschult, oder werden im Laufe der ersten drei Schulmonate sechs Jahre alt.
Eine spätere Einschulung erfolgt meist nur auf vorherigen Antrag auf Zurückstellung, eine vorzeitige Einschulung wird von Kinderärzten und Erziehern je nach Fähigkeiten und Reife des Kindes empfohlen. Vor Allem die vorzeitige Einschulung gewinnt heute immer größerer Beliebtheit, die kritischen Stimmen werden jedoch auch immer lauter.
Lehrstoff
In der staatlichen Grundschule lernen alle Kinder gemeinsam in vier Jahren (in manchen auch sechs Jahren) die grundlegendsten Kenntnisse in den Bereichen Sprache und Mathematik und elementares Wissen in den Bereichen Kunst, Natur und Fremdsprachen (meist Englisch).
Zu den Hauptfächern in den Grundschulen zählen vor Allem Mathematik, Deutsch und Sachkundeunterricht. Darüber hinaus wird aber auch die musikalische, künstlerische und sportliche Förderung nicht vernachlässigt. Auch die religiöse Bildung gehört, laut Grundgesetz, zu den Aufgaben, die die Grundschule erfüllen muss.
Nach der Grundschulzeit, in der alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden, folgt die mehrjährige weiterführende Schulzeit, nach Selektion der Schüler, gemäß ihrer Fähigkeiten in Haupt- oder Realschule, beziehungsweise Gymnasium, oder auch eine weitere gemeinsame Schulzeit in einer Gesamtschule.
Neben den staatlichen Grundschulen finden auch private Grundschulen immer größeren Anklang. Diese haben gewisse Freiheiten in den Bildungsplänen und in der Einteilung der Schulferien, müssen jedoch den Bildungsplan einhalten und die Kinder am Ende der Grundschulzeit auf gleichen Stand bringen, wie die Schüler der staatlichen Schulen.